Depressionen sind häufig, führen zu starken Beeinträchtigungen und gehören zu den wichtigsten Ursachen für Suizid. Berücksichtigt man die Schwere und die Dauer der Erkrankung, liegt sie vor allen anderen körperlichen und psychiatrischen Volkskrankheiten.

Schätzungen zu Folge leiden ca. 5% der Bevölkerung an einer behandlungsbedürftigen Depression.

Nur eine Minderheit der Betroffenen erhält eine adäquate Behandlung.

15 % der an schweren Depressionen leidenden Menschen nehmen sich das Leben.

Das „Bündnis gegen Depression“ hat zum Ziel, die Versorgungssituation für depressiv erkrankte Menschen zu verbessern.

Die Kernbotschaften des Bündnisses lauten:

Depression kann jeden treffen

Depression hat viele Gesichter

Depression ist erfolgreich behandelbar

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INFO

Interessierte erhalten Informationen zum Krankheitsbild, zu Behandlungsmöglichkeiten und zu den Aktivitäten des deutschlandweiten Bündnisses gegen Depression.

Fragen nach ortsansässigen Hilfen und Beratungsangeboten, auch für Angehörige und Freunde, werden beantwortet.

GUTES TUN -SPENDEN – LEBEN RETTEN

Bündnis gegen Depression | Bonn / Rhein-Sieg

Sparkasse KölnBonn

Konto-Nr.: 19 00 53 09 48 BLZ: 370 501 98

Prävention

Obwohl Risikofaktoren und vorbeugende Strategien bekannt sind, lässt sich die Erkrankung an einer Depression nicht gezielt vorhersagen oder verhindern.
Hilfreiche Ansätze zur Vorbeugung sind z.B.:
 Therapeutische Auseinandersetzung mit erlebten Traumatisierungen und Belastungen im frühen Lebensalter
 soziale und körperliche Aktivität
 ausreichende Möglichkeiten zur Ruhe und Entspannung
 stabile Tagesstrukturen
 ausreichend Schlaf

Aber auch, wenn man „alles richtig macht“ kann man eine Depression erleiden. 

Bei Menschen, die gefährdet sind, an einer Depression zu erkranken, sind spezifische Denkmuster häufig – die Bewertung der eigenen Person, der Umwelt und der eigenen Fähigkeiten betreffend. Einen Umgang zu erlernen mit der eigenen Lebensgeschichte, möglichen Risikofaktoren und eigenen „depressionsfördernden Mustern“ kann vor einer Depression schützen, indem man aktuelle „Gefahrensituationen“ besser erkennen und Bewältigungsstrategien entwickeln kann.

 

So gibt es z.B. Hinweise dafür, dass bei Jugendlichen verhaltenstherapeutisch orientierte Maßnahmen, die sich mit diesen depressionsfördernden Mustern auseinandersetzen bzgl. der Prävention einer Depression wirksam sind.

Wissen über Depression hilft, eine Erkrankung früh zu erkennen und rechtzeitig Behandlung aufzusuchen. Je frühzeitiger eine Therapie begonnen wird, desto erfolgreicher verläuft diese in der Regel.
Da eine Ersterkrankung oft unvorhergesehen auftritt, liegt der besondere Schwerpunkt der Prävention bei depressiven Störungen darauf, eine Wiedererkrankung zu verhindern oder zu mildern.

 

Hier kann man allgemein sagen: die Behandlung ist zugleich die Vorbeugung: 

 Eine unterstützende Psychotherapie hilft, aus der „unbekannten Bedrohung Depression“ konkrete Problemsituationen zu machen, die – in kleinen Schritten – meist zu bewältigen sind.
 Eine an den jeweiligen Krankheitsverlauf angepasste medikamentöse Behandlung im Rahmen einer fachärztlichen Behandlung kann die Gefahr eines Rückfalls deutlich reduzieren.